Schwerhörigkeit-Hypogonadismus-Syndrom
Ein seltene X-chromosomale Form der Schwerhörigkeit, die durch fortschreitende gemischte Schwerhörigkeit mit perilymphatischem Gusher, Hypogonadismus und abnormalem Verhalten (einschließlich antisozialem und unreifem Verhalten) gekennzeichnet ist. Bei einigen Patienten kann auch eine partielle Heterochromie iridis vorliegen. Seit 1992 gibt es keine weiteren Beschreibungen in der Literatur.
Klassifikation & Codes
Art der Erkrankung
Fehlbildungs-Syndrom
Vererbungsart
–
Manifestationsalter
Kleinkindalter, Neugeborenenzeit
Prävalenz
<1 / 1 000 000 (Punktprävalenz, Weltweit)
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Verzögerte Reifung des Skeletts (Delayed skeletal maturation)
- Vergrößerter cochleärer Aquädukt (Enlarged cochlear aqueduct)
- Abnorme Spermatogenese (Abnormal spermatogenesis)
- Schallleitungsschwerhörigkeit (Conductive hearing impairment)
- Fortschreitende sensorineurale Schwerhörigkeit (Progressive sensorineural hearing impairment)
- Schwere Schallleitungsschwerhörigkeit (Severe conductive hearing impairment)
- Verspätete Pubertät (Delayed puberty)
- Stapes-Ankylose (Stapes ankylosis)
- Anomalie des inneren Gehörganges (Abnormality of the internal auditory canal)
- Anomalie der Mittelohrknöchelchen (Abnormality of the middle ear ossicles)
- Hypergonadotroper Hypogonadismus (Hypergonadotropic hypogonadism)
Häufig (79-30%)
- Atypisches Verhalten (Atypical behavior)
Gelegentlich (29-5%)
- Epikanthus (Epicanthus)
- Hypertelorismus (Hypertelorism)
- Heterochromia iridis (Heterochromia iridis)
- Kognitive Beeinträchtigung (Cognitive impairment)
- Niedrige Werte von Vitamin B1 (Low levels of vitamin B1)
- Angeborene stationäre Nachtblindheit (Congenital stationary night blindness)