Dysplasie, pseudodiastrophische
Die Pseudodiastrophische Dysplasie ist gekennzeichnet durch rhizomele (proximale) Verkürzung der Gliedmaßen, schwere Klumpfuß-Deformität, Dislokationen des Ellenbogengelenkes und der proximalen interphalangealen Gelenke, Platyspondylie und Skoliose. Bisher wurden etwa 10 Patienten mit vermuteter autosomal-rezessiver Vererbung beschrieben. Die Pseudodiastrophische Dysplasie unterscheidet sich klinisch, röntgenologisch und histologisch von der Diastrophischen Dysplasie (s. dort). Der Klumpfuß wird operiert, angeborene Kontrakturen und Skoliose werden durch Physiotheraphie abgemildert. Mehrere der Patienten starben in der Neonatalperiode oder als Säugling.
Klassifikation & Codes
Art der Erkrankung
Fehlbildungs-Syndrom
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Kleinkindalter, Neugeborenenzeit
Prävalenz
<1 / 1 000 000 (Punktprävalenz, Weltweit)
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Rhizomelie (Rhizomelia)
- Phalangeale Dislokation (Phalangeal dislocation)
- Skoliose (Scoliosis)
- Platyspondyly (Platyspondyly)
- Luxation des Ellenbogens (Elbow dislocation)
- Abflachung des Jochbeins (Malar flattening)
- Äquinovarialis Talipes (Talipes equinovarus)
Gelegentlich (29-5%)
- Omphalozele (Omphalocele)
- Abnorme Morphologie des Herz-Kreislauf-Systems (Abnormal cardiovascular system morphology)