Hereditäre Thrombophilie durch kongenitalen Antithrombin-Mangel
Die hereditäre Thrombophilie aufgrund eines angeborenen Antithrombinmangels ist eine seltene, genetisch bedingte, hämatologische Erkrankung, die durch eine verminderte Antithrombinaktivität im Plasma gekennzeichnet ist und zu einer beeinträchtigten Inaktivierung von Thrombin und Faktor Xa führt. Die Patienten haben ein erhöhtes Risiko für venöse Thromboembolien, in der Regel in den tiefen Venen der Arme, Beine und des pulmonalen Systems und gelegentlich auch in anderen Venengebieten (z. B. Hirnvenen oder Sinus-, Mesenterial-, Portal-, Leber-, Nieren- und/oder Netzhautvenen).
Art der Erkrankung
Krankheit
Vererbungsart
Autosomal-dominant
Manifestationsalter
Erwachsenenalter, Jugendalter
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Verminderte Antithrombin III-Aktivität (Reduced antithrombin III activity)
- Vermindertes Antithrombin-Antigen (Reduced antithrombin antigen)
Häufig (79-30%)
- Pulmonale Embolie (Pulmonary embolism)
- Wiederkehrende Thromboembolien (Recurrent thromboembolism)
- Exposition während der Schwangerschaft (Pregnancy exposure)
- Tiefe Venenthrombose (Deep venous thrombosis)
- Oberflächliche Thrombophlebitis (Superficial thrombophlebitis)
Gelegentlich (29-5%)
- Mesenterialvenenthrombose (Mesenteric venous thrombosis)
- Pfortaderthrombose (Portal vein thrombosis)
- Wiederkehrender Spontanabort (Recurrent spontaneous abortion)
- Spontanabtreibung (Spontaneous abortion)
- Arterielle Thrombose (Arterial thrombosis)
- Hepatische Venenthrombose (Hepatic vein thrombosis)
- Verschluss der Netzhautvenen (Retinal vein occlusion)
Sehr selten (4-1%)
- Zerebrale Venenthrombose (Cerebral venous thrombosis)