Rh-null-Syndrom
Eine seltene konstitutionelle hämolytische Anämie aufgrund einer Anomalie der Erythrozytenmembran, die durch das Fehlen oder eine starke Verminderung der Rh-Blutgruppenantigene gekennzeichnet ist und zu einer erhöhten osmotischen Fragilität der roten Blutkörperchen und einer chronischen hämolytischen Anämie unterschiedlichen Schweregrades mit Statozytose und Sphärozytose führt. Es werden zwei Typen des Syndroms unterschieden, die auf unabhängigen genetischen Mechanismen beruhen: Der regulatorische Typ wird durch Defekte des Rh-assoziierten Glykoproteins (kodiert durch das <i>RHAG</i>-Gen) verursacht, während der amorphe Typ durch Mutationen am <i>RH</i>-Locus selbst verursacht wird.
Art der Erkrankung
Krankheit
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Keine Daten verfügbar
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Hämolytische Anämie (Hemolytic anemia)
- Erhöhte osmotische Fragilität der Erythrozyten (Increased red cell osmotic fragility)
- Positiver direkter Antiglobulintest (Positive direct antiglobulin test)
- Retikulozytose (Reticulocytosis)
- Verminderter Haptoglobinspiegel (Reduced haptoglobin level)
Häufig (79-30%)
- Hypochromie (Hypochromia)
- Stomatozytose (Stomatocytosis)
- Erhöhte zirkulierende Laktatdehydrogenase-Konzentration (Increased circulating lactate dehydrogenase concentration)
- Hyperbilirubinämie (Hyperbilirubinemia)
- Sphärozytose (Spherocytosis)
Gelegentlich (29-5%)
- Tachykardie (Tachycardia)
- Spontanabtreibung (Spontaneous abortion)
- Hepatosplenomegalie (Hepatosplenomegaly)
- Oligohydramnion (Oligohydramnios)
- Anisozytose (Anisocytosis)
- Hypoxämie (Hypoxemia)
- Intrauterine Wachstumsverzögerung (Intrauterine growth retardation)
- Jaundice (Jaundice)
- Tachypnoe (Tachypnea)
Sehr selten (4-1%)
- Makrozytäre Anämie (Macrocytic anemia)