Ovarielles Überstimulationssyndrom
Auch bekannt als: OHSS
Eine seltene gynäkologische Erkrankung, die prämenopausale Frauen betrifft und in der Regel nach einer Behandlung mit ovarialstimulierenden Hormonen auftritt. Sie ist gekennzeichnet durch eine Vergrößerung der Eierstöcke und, in unterschiedlichem Ausmaß, durch eine Verlagerung des Serums aus dem intravaskulären Raum in den dritten Raum, hauptsächlich in die Peritoneal-, Pleura- und in geringerem Ausmaß in die Perikardhöhle. Zu den ersten Symptomen gehören ein geblähter Bauch, Schmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Der Schweregrad reicht von leicht bis lebensbedrohlich und wird durch ein erhöhtes Thromboserisiko, akutes Leber- und Nierenversagen, akutes Atemnotsyndrom sowie Ovarialtorsion und -ruptur kompliziert.
Klassifikation & Codes
Art der Erkrankung
Krankheit
Vererbungsart
Nicht anwendbar
Manifestationsalter
Erwachsenenalter, Jugendalter
Prävalenz
–
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Assoziierte Gene
FSHR
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Aszites (Ascites)
- Vergrößerte polyzystische Eierstöcke (Enlarged polycystic ovaries)
- Erhöhter zirkulierender Gonadotropinspiegel (Increased circulating gonadotropin level)
- Kapillarleck (Capillary leak)
- Hirsutismus (Hirsutism)
- Übelkeit und Erbrechen (Nausea and vomiting)
- Übelkeit (Nausea)
- Abdominaler Aufstau (Abdominal distention)
- Schmerzen im Unterleib (Abdominal pain)
- Erhöhter Serumtestosteronspiegel (Increased serum testosterone level)
Häufig (79-30%)
- Pleuraerguss (Pleural effusion)
- Eierstockzyste (Ovarian cyst)
- Hämorrhagische Ovarialzyste (Hemorrhagic ovarian cyst)
Gelegentlich (29-5%)
- Pulmonales Ödem (Pulmonary edema)
- Generalisierte Ödeme (Generalized edema)
- Periphere Ödeme (Peripheral edema)
- Hypovolämie (Hypovolemia)