Beatmungsinduzierter Zwerchfellschaden
Eine seltene Atemwegsstörung, die durch eine starke Verringerung der kontraktilen Kraft des Zwerchfells zusammen mit einer Faseratrophie des Zwerchfells und anderer Atemmuskeln als Folge einer invasiven mechanischen Beatmung gekennzeichnet ist. Die Verringerung der kontraktilen Kraft des Zwerchfells kann sogar innerhalb von Stunden nach der Intubation beobachtet werden. Dieser Zustand kann die Entwöhnungszeit verlängern und wirkt sich auf das Entwöhnungsergebnis, die Sterblichkeit und die langfristigen klinischen Ergebnisse aus.
Art der Erkrankung
Besondere klinische Situation bei einer Krankheit oder einem Syndrom
Vererbungsart
Nicht anwendbar
Manifestationsalter
Alle Altersgruppen
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Abhängigkeit von der Beatmungsmaschine mit Unfähigkeit zur Entwöhnung (Ventilator dependence with inability to wean)
- Zwerchfellschwäche (Diaphragmatic weakness)
- Anomalie des Zwerchfells (Abnormality of the diaphragm)
- Erhöhte Produktion reaktiver Sauerstoffspezies (Increased reactive oxygen species production)
Häufig (79-30%)
- Reduzierter maximaler Inspirationsdruck (Reduced maximal inspiratory pressure)
- Schwere Infektion (Severe infection)
- EMG-Anomalie (EMG abnormality)
Gelegentlich (29-5%)
- Hypothyreose (Hypothyroidism)
- Ateminsuffizienz aufgrund von Muskelschwäche (Respiratory insufficiency due to muscle weakness)
- Verminderte forcierte Vitalkapazität (Reduced forced vital capacity)
- Sepsis (Sepsis)
- Hyperkapnie (Hypercapnia)
- Abdominales Symptom (Abdominal symptom)
Sehr selten (4-1%)
- Zwerchfelllähmung (Diaphragmatic paralysis)