Autosomal-dominante mitochondriale Myopathie mit Belastungsintoleranz

Eine mitochondriale Störung der oxidativen Phosphorylierung, die auf Anomalien der Kern-DNA zurückzuführen ist. Sie ist gekennzeichnet durch den Beginn einer langsam fortschreitenden Schwäche der proximalen unteren Gliedmaßen und Bewegungsunverträglichkeit im ersten Lebensjahrzehnt, gefolgt von einer Schwäche der Nackenbeuger-, Schulter- und distalen Beinmuskulatur. Die Gesichtsmuskeln werden erst später im Krankheitsverlauf betroffen. Weitere Manifestationen sind eine eingeschränkte Lungenfunktion und Kleinwuchs. Laboruntersuchungen zeigen eine Laktatazidämie und eine erhöhte Kreatinkinase im Serum.
Art der Erkrankung Krankheit
Vererbungsart Autosomal-dominant
Manifestationsalter Kleinkindalter, Kindesalter
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link

Symptome

Häufig (79-30%)
  • Erhöhte Anzahl von Mitochondrien (Increased mitochondrial number)
  • Vermehrte intramyozelluläre Lipidtröpfchen (Increased intramyocellular lipid droplets)
  • Proximale Muskelschwäche der unteren Gliedmaßen (Proximal muscle weakness in lower limbs)
  • Schwäche der Nackenbeuger (Neck flexor weakness)
  • Leicht erhöhte Kreatinkinase (Mildly elevated creatine kinase)
  • Belastungsintoleranz (Exercise intolerance)
  • Schwäche der Gesichtsmuskulatur (Weakness of facial musculature)
  • Kleinwüchsigkeit (Short stature)
  • Erhöhte zirkulierende Laktatkonzentration (Increased circulating lactate concentration)
  • Restriktive Atmungsstörung (Restrictive ventilatory defect)
  • Distale Muskelschwäche der unteren Gliedmaßen (Distal lower limb muscle weakness)
  • Ragged-rote Muskelfasern (Ragged-red muscle fibers)
Gelegentlich (29-5%)
  • Proximale Muskelschwäche der oberen Gliedmaßen (Proximal muscle weakness in upper limbs)