KCNQ2-assoziierte entwicklungsbedingte und epileptische Enzephalopathie

Auch bekannt als: KCNQ2-DEE

Die KCNQ2-assoziierte entwicklungsbedingte und epileptische Enzephalopathie ist eine schwere Form der neonatalen Epilepsie. Sie manifestiert sich bei Neugeborenen in der Regel in der ersten Lebenswoche in Form von Anfällen, die abwechselnd beide Körperseiten betreffen. Oft sind auch klonische Zuckungen oder komplexeres motorisches Verhalten zu beobachten, sowie Anzeichen einer Enzephalopathie mit diffuser Hypotonie, Spastizität der Gliedmaßen, mangelnder visueller Fixierung und Blickverfolgung sowie leichter bis mittelschwerer intellektueller Beeinträchtigung. Der Schweregrad kann von kontrollierten bis hin zu hartnäckigen Anfällen und leichter/mittelschwerer bis schwerer Intelligenzminderung reichen.
Art der Erkrankung Krankheit
Vererbungsart Autosomal-dominant
Manifestationsalter Kleinkindalter, Neugeborenenzeit
Prävalenz <1 / 1 000 000 (Punktprävalenz, Weltweit)
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link
Assoziierte Gene
KCNQ2

Symptome

Obligat (100%)
  • Geistige Behinderung (Intellectual disability)
Sehr häufig (99-80%)
  • Generalisierter tonischer Anfall (Generalized tonic seizure)
  • Abnorme Morphologie der weißen Hirnsubstanz (Abnormal cerebral white matter morphology)
  • Epileptische Enzephalopathie (Epileptic encephalopathy)
  • Globale Entwicklungsverzögerung (Global developmental delay)
  • EEG mit Burst-Unterdrückung (EEG with burst suppression)
Häufig (79-30%)
  • Apnoe (Apnea)
  • Abnorme Morphologie des Globus pallidus (Abnormal globus pallidus morphology)
  • Blässe (Pallor)
  • Unfähigkeit zu gehen (Inability to walk)
  • Schwierigkeiten bei der Fütterung (Feeding difficulties)
  • Seizure (Seizure)
  • Epileptischer Spasmus (Epileptic spasm)
  • Zerebrales Ödem (Cerebral edema)
  • Dystonie (Dystonia)
  • Schwerwiegende globale Entwicklungsstörung (Profound global developmental delay)
  • Schlechte grobmotorische Koordination (Poor gross motor coordination)
  • Hypotonie (Hypotonia)
  • Gesichtsrötung (Erythem) (Facial erythema)
Gelegentlich (29-5%)
  • Hypoplasie des Corpus Callosum (Hypoplasia of the corpus callosum)
  • Zerebrale Atrophie (Cerebral atrophy)
  • Hypsarrhythmie (Hypsarrhythmia)