Anoctaminopathie, distale
Die distale Anoctaminopathie ist eine seltene, autosomal-rezessiv vererbte distale Myopathie, die durch eine im frühen Erwachsenenalter einsetzende, langsam fortschreitende, oft asymmetrische Muskelschwäche der unteren Gliedmaßen gekennzeichnet ist, die zunächst die Waden (mit relativer Schonung der vorderen Muskeln) und später die proximalen Muskeln betrifft. Sie geht einher mit einem stark erhöhten Kreatinkinase (CK)-Wert.
Art der Erkrankung
Krankheit
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Jugendalter, Erwachsenenalter
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Distale Muskelschwäche der unteren Gliedmaßen (Distal lower limb muscle weakness)
- Fortschreitende Muskelschwäche (Progressive muscle weakness)
Häufig (79-30%)
- Muskelsteifheit (Muscle stiffness)
- Watschelgang (Waddling gait)
- Schwierigkeiten beim Laufen (Difficulty running)
- Stark erhöhte Kreatinkinase (Highly elevated creatine kinase)
- Gangstörung (Gait disturbance)
Gelegentlich (29-5%)
- Distale Amyotrophie (Distal amyotrophy)
- Proximale Muskelschwäche der oberen Gliedmaßen (Proximal muscle weakness in upper limbs)
- Pseudohypertrophie des Wadenmuskels (Calf muscle pseudohypertrophy)
- Fortschreitende proximale Muskelschwäche (Progressive proximal muscle weakness)
Sehr selten (4-1%)
- Rhabdomyolyse (Rhabdomyolysis)
Ausgeschlossen (0%)
- Atrophie des Peronäusmuskels (Peroneal muscle atrophy)