Zerebelläre Ataxie durch GRID2-Mangel, autosomal-rezessive kongenitale

Die autosomal-rezessiv vererbte kongenitale Kleinhirnataxie aufgrund eines GRID2-Mangels ist eine seltene, genetisch bedingte, langsam fortschreitende neurodegenerative Erkrankung, die gekennzeichnet ist durch motorische, sprachliche und kognitive Verzögerungen, Hypotonie, trunkale und appendikuläre Ataxie und Augenbewegungsanomalien (tonischer Aufblick, Nystagmus, okulomotorische Apraxie). Ein Intentionstremor kann ebenfalls assoziiert sein. Die Bildgebung des Gehirns zeigt eine fortschreitende Atrophie des Kleinhirns, wobei die Flocculi besonders betroffen ist.
Art der Erkrankung Klinischer Subtyp
Vererbungsart Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter Neugeborenenzeit, Kleinkindalter
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link

Symptome

Sehr häufig (99-80%)
  • Ataxie der Gliedmaßen (Limb ataxia)
  • Truncus-Ataxie (Truncal ataxia)
Häufig (79-30%)
  • Durch den Blick evozierter Nystagmus (Gaze-evoked nystagmus)
  • Atrophie des Kleinhirnvermis (Cerebellar vermis atrophy)
  • Kognitive Beeinträchtigung (Cognitive impairment)
  • Hirnatrophie (Brain atrophy)
  • Funktionelles motorisches Defizit (Functional motor deficit)
  • Abnormität der Sprache oder Lautäußerung (Abnormality of speech or vocalization)
  • Gangstörung (Gait disturbance)
  • Generalisierte Hypotonie (Generalized hypotonia)
  • Horizontaler Nystagmus (Horizontal nystagmus)