Orale submuköse Fibrose

Auch bekannt als: OSMF

Die Orale submuköse Fibrose (OSMF) ist eine chronische progressive Erkrankung mit veränderter Elastizität des Bindegewebes der oralen Submukosa. Sie tritt häufiger in Indien und Südostasien auf und seltener im Rest der Welt. Symptome sind ein brennendes Gefühl und Schmerzen in der Mundhöhle, Verlust der Geschmacksempfindung, blass-fibröse Bänderung und Versteifung der Mundschleimhaut und des Rachenraumes (mit der Folge von Trismus und zunehmender Reduktion der Mundöffnung). Es besteht ein erhöhtes Risiko (3-19 %) für die Entwicklung eines Plattenepithel-Karzinoms der Mundhöhle. Meist steht die Krankheit in Verbindung mit dem Kauen der Arekanuss (einem Bestandteil des Betelbissens), aber die eigentliche Ursache ist nicht genau bekannt. Gegenwärtig gibt es keine wirksame Behandlung.
Klassifikation & Codes
ICD-10 K13.5 ICD-11 DA02.2 MONDO 0018166 UMLS C0029172 GARD 7264 MeSH D009914 MedDRA 10031023
Art der Erkrankung Krankheit
Vererbungsart Nicht anwendbar
Manifestationsalter Alle Altersgruppen
Prävalenz
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link

Symptome

Sehr häufig (99-80%)
  • Anomalien im Rachenraum (Abnormality of the pharynx)
  • Cheilitis (Cheilitis)
  • Enger Mund (Narrow mouth)
  • Abnorme Morphologie der Mundhöhle (Abnormal oral cavity morphology)
Häufig (79-30%)
  • Trismus (Trismus)
  • Beugekontraktur (Flexion contracture)
Gelegentlich (29-5%)
  • Oropharyngeales Plattenepithelkarzinom (Oropharyngeal squamous cell carcinoma)