Spastische Paraplegie, autosomal-rezessive, Typ 53
Die autosomal-rezessive spastische Paraplegie Typ 53 (SPG53) ist eine sehr seltene, komplexe Form der hereditären spastischen Paraplegie. Sie zeichnet sich durch eine früh einsetzende spastische Paraplegie (mit Spastik in den unteren Extremitäten, welche auf die oberen übergehen) aus. Hinzu kommen sowohl eine motorische als auch eine milde bis moderate kognitive und sprachliche Entwicklungsverzögerung, skeletale Dysmorphien (z. B. Kyphose und Pectus), Hypertrichose und eine leichte Störung der Vibrationsempfindlichkeit. SPG53 wird durch Mutationen im <i>VPS37A</i>-Gen (8p22) verursacht, welches das vacuolar protein sorting-Protein 37A kodiert.
Art der Erkrankung
Krankheit
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Kleinkindalter
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Hyperreflexie der oberen Gliedmaßen (Hyperreflexia in upper limbs)
- Clonus (Clonus)
Häufig (79-30%)
- Pektus carinatum (Pectus carinatum)
- Kyphose (Kyphosis)
- Hypertonie der oberen Gliedmaßen (Upper limb hypertonia)
- Hypermobilität der Gelenke (Joint hypermobility)
- Verzögerte Sprach- und Sprechentwicklung (Delayed speech and language development)
Gelegentlich (29-5%)
- Beeinträchtigung des Vibrationsempfindens (Impaired vibratory sensation)
- Dystonie der Gliedmaßen (Limb dystonia)
- Schwerhörigkeit (Hearing impairment)
Sehr selten (4-1%)
- Abnormität des Gehörgangs (Abnormality of the auditory canal)
- Mikrozephalie (Microcephaly)
- Beeinträchtigte Propriozeption (Impaired proprioception)
- Ventrikulomegalie (Ventriculomegaly)
- Kortikale Dysplasie (Cortical dysplasia)
- Gedeihstörung (Failure to thrive)