Spinozerebelläre Degeneration-Hornhautdystrophie-Syndrom
Eine seltene, genetisch bedingte, neurologische Erkrankung, die durch die Assoziation von langsam fortschreitender spinozerebellärer Degeneration und Hornhautdystrophie gekennzeichnet ist und sich durch beidseitige Hornhauttrübungen (die zu schweren Sehstörungen führen), leichte Intelligenzminderungen, Ataxie, Gangstörungen und Tremor äußert. Weitere Erscheinungsformen sind Gesichtsdysmorphien (d. h. dreieckiges Gesicht, Ptosis, tief angesetzte, nach hinten abgewinkelte Ohren und Mikrognathie) sowie eine leichte Beteiligung der oberen Motoneuronen mit Hypertonie, Hyperreflexie der unteren Gliedmaßen und extensorischen Plantarreflexen. Seit 1985 gibt es keine weiteren Beschreibungen in der Literatur.
Art der Erkrankung
Fehlbildungs-Syndrom
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Kleinkindalter, Kindesalter
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Häufig (79-30%)
- Hornhautdystrophie (Corneal dystrophy)
- Geistige Behinderung, mittelschwer (Intellectual disability, moderate)
- Progressive zerebelläre Ataxie (Progressive cerebellar ataxia)
- Hornhauttrübung (Corneal opacity)
- Sehbehinderung (Visual impairment)
- Ataxie (Ataxia)
- Degeneration des Kleinhirntrakts (Spinocerebellar tract degeneration)
- Funktionsstörung der oberen Motoneuronen (Upper motor neuron dysfunction)
- Degeneration der Wirbelsäule (Dorsal column degeneration)