Sirenomelie
Eine seltene letale kongenitale Anomalie, die möglicherweise die schwerste Form der kaudalen Dysgenesie darstellt. Sie ist gekennzeichnet durch eine Verschmelzung der unteren Extremitäten (nixenartig), die immer mit schweren Anomalien des Urogenital- und Gastrointestinaltraktes einhergeht. Die phänotypische Variabilität ist darüber hinaus sehr groß und äußert sich in muskuloskelettalen und kardiopulmonalen Anomalien sowie in Anomalien des zentralen Nervensystems. Häufig wird über Becken-/Sakralanomalien der Wirbelsäule, Fehlbildungen der inneren und äußeren Genitalien, Agenesie der Nieren, fehlende Blase und Rektal-/Analatresie berichtet. Die meisten Kinder werden tot geboren oder sterben bei der Geburt oder kurz danach. Die Sirenomelie kann nach den Phänotypen der Gliedmaßenfehlbildungen klassifiziert werden. Aufgrund von Ähnlichkeiten wird die Unterscheidung zwischen Sirenomelie, kaudalem Regressionssyndrom, familiärer kaudaler Dysgenesie und der VACTERL/VATER-Assoziation diskutiert.
Art der Erkrankung
Fehlbildungs-Syndrom
Vererbungsart
Nicht anwendbar
Manifestationsalter
Neugeborenenzeit, Vorgeburtlich
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Nierenhypoplasie/-aplasie (Renal hypoplasia/aplasia)
- Sirenomelia (Sirenomelia)
- Fehlen des Kreuzbeins (Absence of the sacrum)
- Anomalien des Harnsystems (Abnormality of the urinary system)
- Analatresie (Anal atresia)
- Zweideutige Genitalien (Ambiguous genitalia)
Häufig (79-30%)
- Spina bifida (Spina bifida)
- Aplasie/Hypoplasie des Radius (Aplasia/Hypoplasia of the radius)
- Anomalien des kardiovaskulären Systems (Abnormality of the cardiovascular system)
- Tracheoösophageale Fistel (Tracheoesophageal fistula)