Perrault-Syndrom

Auch bekannt als: Syndrom der XX-Gonadendysgenesie mit Schwerhörigkeit, XX-Gonadendysgenesie mit Taubheit

Eine seltene genetische Erkrankung, die durch ein klinisches Bild unterschiedlichen Schweregrades gekennzeichnet ist, das bei Frauen eine Schallempfindungsschwerhörigkeit mit einer Dysgenesie der Eierstöcke, manchmal progressiven neurologischen Störungen und in Ausnahmefällen einer Nierenerkrankung kombiniert. Die Krankheit tritt bei beiden Geschlechtern auf, wobei Hypogonadismus bei Männern nicht auftritt.
Art der Erkrankung Krankheit
Vererbungsart Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter Erwachsenenalter, Jugendalter, Kindesalter
Prävalenz <1 / 1 000 000 (Punktprävalenz, Weltweit)
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link

Symptome

Sehr häufig (99-80%)
  • Schallempfindungsschwerhörigkeit (Sensorineural hearing impairment)
  • Erhöhter zirkulierender Gonadotropinspiegel (Increased circulating gonadotropin level)
Häufig (79-30%)
  • Streifenkolben (Streak ovary)
  • Vorzeitige Ovarialinsuffizienz (Premature ovarian insufficiency)
  • Primäre Amenorrhöe (Primary amenorrhea)
  • Hypoplasie der Gebärmutter (Hypoplasia of the uterus)
Gelegentlich (29-5%)
  • Sekundäre Amenorrhöe (Secondary amenorrhea)
  • Globale Entwicklungsverzögerung (Global developmental delay)
  • Unverhältnismäßig hohe Statur (Disproportionate tall stature)
  • Abnormes Pyramidenzeichen (Abnormal pyramidal sign)
  • Adipositas (Obesity)
  • Periphere axonale Neuropathie (Peripheral axonal neuropathy)
  • Gaumenspalte (Cleft palate)
  • Ataxie (Ataxia)
  • Zweispitzige Gebärmutter (Bicornuate uterus)
  • Azoospermie (Azoospermia)
  • Oligomenorrhoe (Oligomenorrhea)
  • Spezifische Lernbehinderung (Specific learning disability)
  • Hoher Gaumen (High palate)