Hypomyelinisierung-Neuropathie-Arthrogrypose-Syndrom

Auch bekannt als: Boylan-Dew-Syndrom

Ein seltenes, genetisch bedingtes Gliedmaßenfehlbildungssyndrom, das durch multiple angeborene distale Gelenkkontrakturen (inkl. Klumpfüße und proximale und distale Interphalangealgelenkkontrakturen der Hände) und sehr schwere motorische Lähmungen bei der Geburt (d.h. Fehlen von Schlucken, autonomer Atemfunktion und tiefen Sehnenreflexen) gekennzeichnet ist und zum Tod innerhalb der ersten 3 Lebensmonate führt. Fetale Hypo- oder Akinesie, spät einsetzender Polyhydramnion und dramatisch reduzierte oder fehlende motorische Nervenleitgeschwindigkeiten (<10 m/s) sind häufig assoziiert. Die ultrastrukturelle Morphologie der Nerven zeigt schwere Anomalien der Ranvier-Knoten und der myelinisierten Axone.
Art der Erkrankung Fehlbildungs-Syndrom
Vererbungsart Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter Vorgeburtlich
Prävalenz <1 / 1 000 000 (Punktprävalenz, Weltweit)
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link
Assoziierte Gene
ADCY6 CNTNAP1 LGI4

Symptome

Sehr häufig (99-80%)
  • Einschränkung der Gelenkbeweglichkeit (Limitation of joint mobility)
  • Verminderte Sehnenreflexe (Reduced tendon reflexes)
  • Atembeschwerden (Respiratory distress)
  • Hypotonie (Hypotonia)
  • EMG-Anomalie (EMG abnormality)