Mikrodeletionssyndrom 17q12
Das Mikrodeletionssyndrom 17q12 ist eine seltene Chromosomenanomalie, die aus einer partiellen Deletion des langen Arms von Chromosom 17 resultiert und durch eine zystische Nierenerkrankung, einen Altersdiabetes Typ 5 und neurologische Entwicklungsstörungen wie kognitive Beeinträchtigung, Entwicklungsverzögerung (insbesondere der Sprache), autistische Züge und Autismus-Spektrum-Störung gekennzeichnet ist. Müllersche Aplasie bei Frauen, Makrozephalie, leichter Gesichtsdysmorphismus (hohe Stirn, tiefliegende Augen und Pausbäckchen) und vorübergehende Hyperkalzämie wurden ebenfalls berichtet.
Art der Erkrankung
Fehlbildungs-Syndrom
Vererbungsart
Nicht anwendbar
Manifestationsalter
Vorgeburtlich, Kleinkindalter, Neugeborenenzeit
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Multizystische Nierendysplasie (Multicystic kidney dysplasia)
Häufig (79-30%)
- Diabetes mellitus (Diabetes mellitus)
- Kleinwüchsigkeit (Short stature)
Gelegentlich (29-5%)
- Autism (Autism)
- Halstuch Hodensack (Shawl scrotum)
- Oligohydramnion (Oligohydramnios)
- Zerebrale Atrophie (Cerebral atrophy)
- Schwierigkeiten bei der Fütterung (Feeding difficulties)
- Geistige Behinderung (Intellectual disability)
- Nierenhypoplasie/-aplasie (Renal hypoplasia/aplasia)
- Ureterozele (Ureterocele)
- Aplasie der Bauchspeicheldrüse (Pancreatic aplasia)
- Globale Entwicklungsverzögerung (Global developmental delay)
- Seizure (Seizure)
- Schwerhörigkeit (Hearing impairment)
- Sprachliche Beeinträchtigung (Language impairment)
- Subkortikale zerebrale Atrophie (Subcortical cerebral atrophy)
- Erhöhte zirkulierende hepatische Transaminasenkonzentration (Elevated circulating hepatic transaminase concentration)
- Niereninsuffizienz (Renal insufficiency)
- Kryptorchismus (Cryptorchidism)
- Große Fontanellen (Large fontanelles)