HELLP-Syndrom
Auch bekannt als: Hämolysis mit erhöhten Leberwerten und niedrigen Thrombozytenzahlen in der Schwangerschaft, Hämolysis-erhöhte Leberwerte-niedrige Thrombozytenzahlen-Syndrom
Das Hellp-Syndrom ist eine seltene hämorrhagische Erkrankung aufgrund einer erworbenen Thrombozyten-Anomalie. Sie betrifft schwangere oder postpartale Frauen und ist gekennzeichnet durch Hämolyse, erhöhte Leberenzyme und Thrombozytopenie. Häufig ist sie mit einer schweren Präeklampsie verbunden. Die Symptome sind unterschiedlich und umfassen typischerweise Schmerzen im rechten oberen Quadranten oder im epigastrischen Bauchbereich, Übelkeit, Erbrechen, übermäßige Gewichtszunahme, generalisiertes Ödem, Bluthochdruck, allgemeines Unwohlsein, Schmerzen in der rechten Schulter, Rückenschmerzen und/oder Kopfschmerzen. Hepatische Blutungen und Risse, Nierenversagen und Lungenödeme können zum Tod der Mutter und/oder des Föten führen.
Klassifikation & Codes
Art der Erkrankung
Krankheit
Vererbungsart
Multigenetisch/Multifaktoriell
Manifestationsalter
Erwachsenenalter
Prävalenz
–
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Assoziierte Gene
CD46
CFH
CFI
HELLPAR
Symptome
Obligat (100%)
- Thrombozytopenie (Thrombocytopenia)
- Erhöhte zirkulierende hepatische Transaminasenkonzentration (Elevated circulating hepatic transaminase concentration)
Sehr häufig (99-80%)
- Hämolytische Anämie (Hemolytic anemia)
Häufig (79-30%)
- Bluthochdruck bei Müttern (Maternal hypertension)
- Generalisierte Ödeme (Generalized edema)
- Ermüdung (Fatigue)
- Präeklampsie (Preeclampsia)
- Erhöhtes Körpergewicht (Increased body weight)
- Kopfschmerzen (Headache)
- Verlängerte Prothrombinzeit (Prolonged prothrombin time)
- Hypofibrinogenämie (Hypofibrinogenemia)
- Proteinuria (Proteinuria)
Gelegentlich (29-5%)
- Disseminierte intravaskuläre Gerinnung (Disseminated intravascular coagulation)
- Verminderte mittlere korpuskuläre Hämoglobinkonzentration (Decreased mean corpuscular hemoglobin concentration)
- Erbrechen (Vomiting)
- Schmerzen im Unterleib (Abdominal pain)
- Rückenschmerzen (Back pain)
- Mikroangiopathische hämolytische Anämie (Microangiopathic hemolytic anemia)
- Schmerzen in der Schulter (Shoulder pain)
- Schlechte Wundheilung (Poor wound healing)
- Epigastrischer Schmerz (Epigastric pain)
- Plazentaabbruch (Placental abruption)
- Hämoglobinurie (Hemoglobinuria)
- Erhöhte zirkulierende Laktatdehydrogenase-Konzentration (Increased circulating lactate dehydrogenase concentration)
- Pulmonales Ödem (Pulmonary edema)
- Hypotension (Hypotension)
- Eklampsie (Eclampsia)
- Pleuraerguss (Pleural effusion)
- Übelkeit (Nausea)
Sehr selten (4-1%)
- Innere Blutungen (Internal hemorrhage)
- Akute Nierenverletzung (Acute kidney injury)
- Zerebrale Blutung (Cerebral hemorrhage)