Usher-Syndrom Typ 3
Auch bekannt als: USH3
Eine seltene Ziliopathie, die in den ersten Lebensjahrzehnten zu fortschreitendem Hör- und Sehverlust und in einigen Fällen zu Gleichgewichtsstörungen führt. Bei der Geburt haben die Patienten ein normales Hörvermögen. Die Schwerhörigkeit tritt in der Regel in der späten Kindheit oder im Jugendalter nach der Sprachentwicklung auf. Eine hochgradige Schwerhörigkeit wird meist im mittleren Lebensalter diagnostiziert. Der Sehverlust durch Retinitis pigmentosa entwickelt sich ebenfalls in der späten Kindheit oder im Jugendalter. Die motorische Entwicklung verläuft im Allgemeinen normal, doch können im Erwachsenenalter vestibuläre Störungen auftreten.
Klassifikation & Codes
ICD-10 H35.5
ICD-11 LD2H.4
OMIM 276902
OMIM 500004
OMIM 614504
OMIM 617236
MONDO 0016485
UMLS C1568248
GARD 5442
Art der Erkrankung
Klinischer Subtyp
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Jugendalter, Kindesalter
Prävalenz
1-9 / 1 000 000 (Punktprävalenz, Denmark)
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Assoziierte Gene
ARSG
CEP78
CLRN1
HARS1
MT-TS2
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Nyktalopie (Nyctalopia)
- Stäbchen-Zapfen-Dystrophie (Rod-cone dystrophy)
- Skotom (Scotoma)
- Vestibuläre Hypofunktion (Vestibular hypofunction)
- Hypopigmentierung der Iris (Iris hypopigmentation)
- Abnorme Morphologie der Cochlea (Abnormal cochlea morphology)
- Visueller Verlust (Visual loss)
- Schallempfindungsschwerhörigkeit (Sensorineural hearing impairment)
- Abnormales Elektroretinogramm (Abnormal electroretinogram)
Gelegentlich (29-5%)
- Abnorme Vestibularfunktion (Abnormal vestibular function)
- Ängste (Anxiety)
- Depression (Depression)