Usher-Syndrom Typ 3
Eine seltene Ziliopathie, die in den ersten Lebensjahrzehnten zu fortschreitendem Hör- und Sehverlust und in einigen Fällen zu Gleichgewichtsstörungen führt. Bei der Geburt haben die Patienten ein normales Hörvermögen. Die Schwerhörigkeit tritt in der Regel in der späten Kindheit oder im Jugendalter nach der Sprachentwicklung auf. Eine hochgradige Schwerhörigkeit wird meist im mittleren Lebensalter diagnostiziert. Der Sehverlust durch Retinitis pigmentosa entwickelt sich ebenfalls in der späten Kindheit oder im Jugendalter. Die motorische Entwicklung verläuft im Allgemeinen normal, doch können im Erwachsenenalter vestibuläre Störungen auftreten.
Art der Erkrankung
Klinischer Subtyp
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Kindesalter, Jugendalter
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Vestibuläre Hypofunktion (Vestibular hypofunction)
- Abnorme Morphologie der Cochlea (Abnormal cochlea morphology)
- Abnormales Elektroretinogramm (Abnormal electroretinogram)
- Schallempfindungsschwerhörigkeit (Sensorineural hearing impairment)
- Hypopigmentierung der Iris (Iris hypopigmentation)
- Visueller Verlust (Visual loss)
- Skotom (Scotoma)
- Stäbchen-Zapfen-Dystrophie (Rod-cone dystrophy)
- Nyktalopie (Nyctalopia)
Gelegentlich (29-5%)
- Depression (Depression)
- Abnorme Vestibularfunktion (Abnormal vestibular function)
- Ängste (Anxiety)