Usher-Syndrom Typ 2
Eine seltene Ziliopathie, die durch eine kongenitale mittelgradige bis hochgradige Schwerhörigkeit, eine Retinitis pigmentosa, die sich im ersten oder zweiten Lebensjahrzehnt entwickelt, und eine normale vestibuläre Funktion gekennzeichnet ist. Die angeborene beidseitige Schallempfindungsschwerhörigkeit ist im Tieftonbereich leicht bis mittelgradig und im Hochtonbereich schwer bis hochgradig. Weitere Manifestationen sind Nachtblindheit, Gesichtsfeldeinschränkung (Tunnelblick) und später eine Abnahme der Sehschärfe bis hin zur Lichtwahrnehmung.
Art der Erkrankung
Klinischer Subtyp
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Neugeborenenzeit, Kleinkindalter
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Hypopigmentierung der Iris (Iris hypopigmentation)
- Visueller Verlust (Visual loss)
- Stäbchen-Zapfen-Dystrophie (Rod-cone dystrophy)
- Skotom (Scotoma)
- Abnormales Elektroretinogramm (Abnormal electroretinogram)
- Schallempfindungsschwerhörigkeit (Sensorineural hearing impairment)
- Anomalie des Innenohrs (Abnormality of the inner ear)
Häufig (79-30%)
- Verminderte Sehschärfe (Reduced visual acuity)
- Myopie (Myopia)
- Peripherer Gesichtsfeldausfall (Peripheral visual field loss)
- Ermüdung (Fatigue)
- Grauer Star (Cataract)
- Schlafstörung (Sleep abnormality)
- Verengung des peripheren Gesichtsfeldes (Constriction of peripheral visual field)
- Nyktalopie (Nyctalopia)
Gelegentlich (29-5%)
- Farbsehfehler (Color vision defect)
- Depression (Depression)
- Ungleichgewicht des Gangbildes (Gait imbalance)
- Ängste (Anxiety)
- Verminderte Kontrastsensitivität (Reduced contrast sensitivity)
Sehr selten (4-1%)
- Abnorme Vestibularfunktion (Abnormal vestibular function)