Harlequin-Syndrom

Auch bekannt als: Progressive isolierte segmentale Anhidrose

Das Harlekin-Syndrom (HSD) ist eine Störung des vegetativen Systems, die in jedem Alter auftreten kann. Sie ist gekennzeichnet durch einseitiges Erröten und Schwitzen im Gesicht und manchmal an Armen und Thorax, das in warmer Umgebung oder bei körperlicher oder seelischer Belastung auftritt. Die Sympatikus-Innervation des Auges ist normal. Selten kann es jedoch zu Pupillentonus, zu parasympathischen okulo-motorischen Läsionen und zu prä- oder postganglionärem sudomotorischem sympathischem Defizit kommen.
Klassifikation & Codes
ICD-10 G90.8 ICD-11 EE01.0 MONDO 0016040 UMLS C2029348 GARD 8610 MeSH C535634 MedDRA 10076575
Art der Erkrankung Krankheit
Vererbungsart Nicht anwendbar
Manifestationsalter Alle Altersgruppen
Prävalenz <1 / 1 000 000 (Punktprävalenz, Weltweit)
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link

Symptome

Häufig (79-30%)
  • Anhidrose (Anhidrosis)
  • Spülung (Flushing)
  • Horner-Syndrom (Horner syndrome)
  • Blässe (Pallor)
  • Kältegefühl (Coldness)
Gelegentlich (29-5%)
  • Myosis (Miosis)
  • Rhinorrhoe (Rhinorrhea)
  • Cluster-Kopfschmerzen (Cluster headache)
  • Epiphora (Epiphora)
  • Unilaterale Ptose (Unilateral ptosis)
Ausgeschlossen (0%)
  • Funktionelles motorisches Defizit (Functional motor deficit)
  • Sensorische Neuropathie (Sensory neuropathy)