Indometacin-Embryopathie

Auch bekannt als: Indometacin-Exposition, vorgeburtliche, Indomethacin-Embryofetopathie

Indomethacin-Embryofetopathie bezeichnet die Symptome, die bei einem Fötus oder Neugeborenen auftreten können, wenn die Mutter während der Schwangerschaft Indomethacin eingenommen hat, einen starken Prostaglandinhemmer und Wehenhemmer, der die Plazenta passieren kann. Zu den berichteten unerwünschten Wirkungen bei Föten/Neugeborenen gehören eine verminderte Nierenfunktion, die zu Oligohydramnion führt, der Verschluss des Ductus arteriosus und eine verzögerte kardiovaskuläre Anpassung bei der Geburt. Diese Wirkungen sind in der Regel vorübergehend und reversibel. Indomethacin kann auch ein Risikofaktor für Hirnschäden (periventrikuläre Leukomalazie) und nekrotisierende Enterokolitis bei Frühgeborenen sein.
Klassifikation & Codes
ICD-10 Q86.8 ICD-11 LD2F.0Y MONDO 0016005 UMLS C4275138
Art der Erkrankung Fehlbildungs-Syndrom
Vererbungsart Nicht anwendbar
Manifestationsalter Neugeborenenzeit, Vorgeburtlich
Prävalenz
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link

Symptome

Sehr häufig (99-80%)
  • Frühzeitige Geburt (Premature birth)
  • Insuffizienz der Atemwege (Respiratory insufficiency)
  • Nephropathie (Nephropathy)
  • Niereninsuffizienz (Renal insufficiency)
Gelegentlich (29-5%)
  • Multizystische Nierendysplasie (Multicystic kidney dysplasia)
  • Kardiomyopathie (Cardiomyopathy)
  • Hydrops fetalis (Hydrops fetalis)
  • Ventrikelseptumdefekt (Ventricular septal defect)
  • Abnorme Morphologie der Nierentubuli (Abnormal renal tubule morphology)
  • Oligohydramnion (Oligohydramnios)
  • Vorhofseptumdefekt (Atrial septal defect)
  • Anomalien der Blutgerinnung (Abnormality of coagulation)