Corpus callosum-Agenesie-Neuropathie-Syndrom
Das Corpus callosum-Agenesie-Neuropathie-Syndrom ist eine neurodegenerative Erkrankung, welche sich durch eine, in der frühen Kindheit beginnende und progressiv verlaufende, schwere sensomotorische Neuropathie auszeichnet, die zu Hypotonie, Areflexie, Amyothropie und unterschiedlich stark ausgeprägter Dysgenesie des Corpus callosum führt. Weitere Merkmale sind leicht bis schwergradige Intelligenzminderung und Entwicklungsverzögerung sowie psychiatrische Manifestationen, welche paranoide Wahnvorstellungen, Depressionen, Halluzinationen und 'Autismus-ähnliche'-Merkmale beinhalten. Betroffene sind für gewöhnlich ab der zweiten Lebensdekade auf einen Rollstuhl angewiesen und versterben in der dritten Lebensdekade. Die Erkrankung wird autosomal-rezessiv vererbt.
Art der Erkrankung
Krankheit
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Neugeborenenzeit, Vorgeburtlich
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Seizure (Seizure)
- Globale Entwicklungsverzögerung (Global developmental delay)
- Mikrozephalie (Microcephaly)
- Hemiplegie/Hemiparese (Hemiplegia/hemiparesis)
- EEG-Anomalie (EEG abnormality)
- Agenesie des Corpus callosum (Agenesis of corpus callosum)
- Geistige Behinderung (Intellectual disability)
Häufig (79-30%)
- Aquäduktverengung (Aqueductal stenosis)
Gelegentlich (29-5%)
- Abnormität der Netzhautpigmentierung (Abnormality of retinal pigmentation)
- Strabismus (Strabismus)
- Kraniosynostose (Craniosynostosis)
- Nystagmus (Nystagmus)
- Myopie (Myopia)
- Turricephaly (Turricephaly)