Ringchromosom-19-Syndrom

Auch bekannt als: Ringchromosom 19

Das Ringchromosom 19-Syndrom ist eine seltene Chromosomenanomalie mit einem sehr variablen Phänotyp, der von normal bis hin zu Patienten mit ausgeprägter Intelligenzminderung, Entwicklungsverzögerung, Lernbehinderung (v.a. Sprache) und leichten Dysmorphien (u.a. Mikro-/Makrozephalie, prominente Stirn, tief angesetzte und nach hinten gedrehte Ohren, Hypertelorismus, hoher Nasenrücken, prominentes Philtrum, Retro-/Mikrognathie) reichen kann. Leichte Hypotonie und autismusähnliche Bewegungsabläufe (z. B. Öffnen und Schließen der Hände, Kopfschlagen) können ebenfalls auftreten. Auch weitere Anomalien wie Cutis Laxa, Hörverlust, Syndaktylie, digitale Hypoplasie und Klumpfüße wurden beschrieben.
Klassifikation & Codes
Art der Erkrankung Fehlbildungs-Syndrom
Vererbungsart
Manifestationsalter Vorgeburtlich
Prävalenz <1 / 1 000 000 (Punktprävalenz, Weltweit)
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link

Symptome

Gelegentlich (29-5%)
  • Globale Entwicklungsverzögerung (Global developmental delay)
  • Ausgeprägter Nasenrücken (Prominent nasal bridge)
  • Tiefes Philtrum (Deep philtrum)
  • Hypertelorismus (Hypertelorism)
  • Autistisches Verhalten (Autistic behavior)
  • Wachstumsverzögerung (Growth delay)
  • Mikrozephalie (Microcephaly)
  • Micrognathia (Micrognathia)
  • Cutis laxa (Cutis laxa)
  • Äquinovarialis Talipes (Talipes equinovarus)
  • Verspätung der grobmotorischen Entwicklung (Delayed gross motor development)
  • Schwerhörigkeit (Hearing impairment)
  • Hervorstehende Stirn (Prominent forehead)
  • Tief angesetzte Ohren (Low-set ears)
  • Nach hinten gedrehte Ohren (Posteriorly rotated ears)
  • Geistige Behinderung (Intellectual disability)