Butyrylcholinesterase-Mangel, hereditärer

Auch bekannt als: Pseudocholinesterase-Mangel, hereditärer

Der Butyrylcholinesterase (BChE)-Mangel ist ein Stoffwechseldefekt, der nach Anwendung einiger bei der Anaesthesie verwendeter Medikamente, z.B. der Muskelrelaxantien Succinylcholin oder Mivacurium und gewisser Lokalanästhetika (z.B. Procain), zu verlängerter Apnoe führt. Die Dauer der Apnoe variiert abhängig vom Ausmaß des Enzymdefektes erheblich.
Klassifikation & Codes
Art der Erkrankung Krankheit
Vererbungsart Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter Kleinkindalter, Neugeborenenzeit
Prävalenz 1-9 / 100 000 (Punktprävalenz, Europa)
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link
Assoziierte Gene
BCHE

Symptome

Sehr häufig (99-80%)
  • Abnorme Enzym-/Koenzymaktivität (Abnormal enzyme/coenzyme activity)
Häufig (79-30%)
  • Atemstillstand (Respiratory failure)
Sehr selten (4-1%)
  • Lähmung (Paralysis)
  • Kongestive Herzinsuffizienz (Congestive heart failure)
  • Myokardinfarkt (Myocardial infarction)
  • Atemversagen, das eine assistierte Beatmung erfordert (Respiratory failure requiring assisted ventilation)
  • Anomalien der Leber (Abnormality of the liver)
  • Neoplasma (Neoplasm)
  • Chronische Infektion (Chronic infection)