Bonneman-Meinecke-Reich-Syndrom

Das Bonnemann-Meineke-Reich-Syndrom ist eine Kombination von multiplen kongenitalen Anomalien. Charakteristisch ist eine Enzephalopathie, die sich vor allem im ersten Lebensjahr in Form einer psychomotorischen Entwicklungsverzögerung zeigt. Weitere Merkmale dieser Erkrankung sind eine moderate Dysmorphie, Kraniosynostosen, Kleinwuchs (durch einen Wachstumshormonmangel), geistige Retardierung sowie Spastik, Ataxie, Netzhautdegeneration, Nebennieren- und Uterushypoplasie. Das Syndrom wurde bisher nur in zwei Familien beschrieben, in denen je zwei Geschwister betroffen waren. Es wird von einer autosomal-rezessiven Vererbung ausgegangen. Seit 1991 gab es keine weiteren Beschreibungen in der Fachliteratur.
Art der Erkrankung Fehlbildungs-Syndrom
Vererbungsart Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter Neugeborenenzeit, Kleinkindalter
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link

Symptome

Sehr häufig (99-80%)
  • Zerebrale Verkalkung (Cerebral calcification)
  • Mikrozephalie (Microcephaly)
  • Verringertes Ansprechen auf den Wachstumshormon-Stimulationstest (Decreased response to growth hormone stimulation test)
  • Geistige Behinderung, leicht (Intellectual disability, mild)
  • Dolichocephalie (Dolichocephaly)
  • EEG-Anomalie (EEG abnormality)
  • Spastizität (Spasticity)
  • Kleinwüchsigkeit (Short stature)
  • Ventrikulomegalie (Ventriculomegaly)
Gelegentlich (29-5%)
  • Micrognathia (Micrognathia)
  • Sehbehinderung (Visual impairment)