Beemer-Ertbruggen-Syndrom
Das Beemer-Ertbruggen-Syndrom ist ein letales Fehlbildungs-Syndrom. Es wurde bei 2 Brüdern mit blutsverwandten Eltern (Vetter und Cousine 1. Grades) beschrieben. Kennzeichnende Symptome sind: Hydrozephalus, Herzfehlbildungen, dichte Knochensubstanz und faziale Dysmorphien (schräg abwärts verlaufende Lidspalten, kolbige Nase, breiter Nasenrücken, Mikrogenie und lange Oberlippe). Wahrscheinlich wird das Syndrom autosomal-rezessiv vererbt. Weitere Fälle sind seit 1984 nicht mehr beschrieben worden.
Art der Erkrankung
Fehlbildungs-Syndrom
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Neugeborenenzeit
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Symptome
Sehr häufig (99-80%)
- Breiter Nasenrücken (Wide nasal bridge)
- Insuffizienz der Atemwege (Respiratory insufficiency)
- Tiefes Philtrum (Deep philtrum)
- Micrognathia (Micrognathia)
- Kryptorchismus (Cryptorchidism)
- Abnorme Morphologie des Herz-Kreislauf-Systems (Abnormal cardiovascular system morphology)
- Knollige Nase (Bulbous nose)
- Nach hinten gedrehte Ohren (Posteriorly rotated ears)
- Erhöhte Knochenmineraldichte (Increased bone mineral density)
Häufig (79-30%)
- Hypotonie (Hypotonia)
- Zweideutige Genitalien (Ambiguous genitalia)
- Kommunizierender Hydrozephalus (Communicating hydrocephalus)
- Thrombozytopenie (Thrombocytopenia)