Beta-Sarkoglykan-assoziierte Gliedergürtelmuskeldystrophie R4
Auch bekannt als: Beta-Sarkoglykan-assoziierte LGMD R4, Beta-Sarkoglykanopathie, Gliedergürtelmuskeldystrophie Typ 2E, Gliedergürtelmuskeldystrophie durch beta-Sarkoglykan-Mangel, Gliedergürtelmuskeldystrophie, autosomal-rezessive, Typ 2E, LGMD Typ 2E, LGMD durch beta-Sarkoglykan-Defizienz, LGMD2E
Eine Unterform der autosomal-rezessiven Gliedergürtel-Muskeldystrophie, die durch eine im Kindes- bis Jugendalter beginnende, fortschreitende Muskelschwäche des Becken- und Schultergürtels gekennzeichnet ist, die insbesondere den Beckengürtel (Adduktoren und Hüftbeuger) betrifft. Normalerweise gehört die Kniemuskulatur zu den frühesten und am meisten betroffenen Muskeln. In fortgeschrittenen Stadien wird eine Beteiligung des Schultergürtels (die zu muskulärer Schwäche des Schulterblatts führt) und der distalen Muskelgruppen beobachtet. Wadenhypertrophie, Kardiomyopathie, Beeinträchtigung der Atmung, Sehnenkontrakturen, Skoliose und trainingsinduzierte Myoglobinurie können ebenfalls beobachtet werden.
Klassifikation & Codes
Art der Erkrankung
Krankheit
Vererbungsart
Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter
Jugendalter, Kindesalter
Prävalenz
<1 / 1 000 000 (Punktprävalenz, United Kingdom)
Weiterführende Informationen
Orphanet Expert Link
Assoziierte Gene
SGCB
Symptome
Häufig (79-30%)
- Hypertrophie der Wadenmuskeln (Calf muscle hypertrophy)
- Watschelgang (Waddling gait)
- Erhöhte Kreatinkinase-Konzentration im Blut (Elevated circulating creatine kinase concentration)
- Verzögerte Sprach- und Sprechentwicklung (Delayed speech and language development)
- Myopathie (Myopathy)
- Breitbeiniger Gang (Broad-based gait)
- Muskelschwäche des Beckengürtels (Pelvic girdle muscle weakness)
- Gowers-Zeichen (Gowers sign)
- Erhöhte Variabilität des Muskelfaserdurchmessers (Increased variability in muscle fiber diameter)
- Myopathische Erscheinungen (Myopathic facies)
- Gangstörung (Gait disturbance)
Gelegentlich (29-5%)
- Kardiomyopathie (Cardiomyopathy)
- Myoglobinurie (Myoglobinuria)