Spastische Paraplegie, autosomal-rezessive, Typ 21

Auch bekannt als: Mast-Syndrom, SPG21

Die autosomal-rezessive spastische Paraplegie Typ 21 ist eine komplexe Form der hereditären spastischen Paraplegie, die durch den Beginn einer langsam fortschreitenden spastischen Paraparese im Jugend- oder Erwachsenenalter gekennzeichnet ist. Sie geht einher mit zusätzlichen Manifestationen wie Apraxie, kognitivem und sprachlichem Verfall (der in einigen Fällen zu Demenz und akinetischem Mutismus führt), Persönlichkeitsstörungen und extrapyramidalen Zeichen (z. B. oromandibuläre Dyskinesie, Rigidität) sowie zerebellären Auffälligkeiten (Dysdiadochokinesie und Inkoordination). Subtile Anomalien (z. B. Entwicklungsverzögerungen) können bereits in der frühen Kindheit festgestellt werden. In der Magnetresonanztomographie können ein dünnes Corpus callosum und Anomalien der weißen Substanz beobachtet werden.
Klassifikation & Codes
Art der Erkrankung Krankheit
Vererbungsart Autosomal-rezessiv
Manifestationsalter Erwachsenenalter, Jugendalter, Kindesalter
Prävalenz <1 / 1 000 000 (Punktprävalenz, Weltweit)
Weiterführende Informationen Orphanet Expert Link
Assoziierte Gene
SPG21

Symptome

Sehr häufig (99-80%)
  • Abnormes Pyramidenzeichen (Abnormal pyramidal sign)
  • Gangstörung (Gait disturbance)
  • Demenz (Dementia)
Häufig (79-30%)
  • Primitiver Reflex (Primitive reflex)
  • Spastizität (Spasticity)
  • Dysphagie (Dysphagia)
  • Abnormität der peripheren Nervenleitfähigkeit (Abnormality of peripheral nerve conduction)
  • Muskelschwäche der unteren Gliedmaßen (Lower limb muscle weakness)
  • Persönlichkeitsstörung (Personality disorder)
  • Dysgraphia (Dysgraphia)
  • Hyperreflexia (Hyperreflexia)
  • Geistiger Verfall (Mental deterioration)
  • Apraxie (Apraxia)
  • Globale Entwicklungsverzögerung (Global developmental delay)
  • Frontotemporale zerebrale Atrophie (Frontotemporal cerebral atrophy)
  • Gangstörung (Gait disturbance)
  • Hypoplasie des Corpus Callosum (Hypoplasia of the corpus callosum)
Gelegentlich (29-5%)
  • Abnorme Morphologie des Kleinhirns (Abnormal cerebellum morphology)
  • Abnormalität der extrapyramidalen Motorik (Abnormality of extrapyramidal motor function)